22
Nov
Wie ich einen Professor ins Grübeln brachte

Klar, im Fernsehen aufzutreten, noch dazu live, ist wirklich aufregend. Aber allmählich bekomme ich ein klein wenig TV-Routine und bin zum Glück nicht mehr ganz so aufgeregt. Bei Markus Lanz war ich ja schon, in einer WDR-Sendung – und jetzt eben gerade beim „westART Talk“ in Köln. „Macht Geld glücklich?“ lautete das Thema, und dazu kann ich natürlich einiges berichten. Nachdem das obligatorische Lampenfieber sich ein wenig gelegt hatte, habe ich mich auch richtig wohl gefühlt in der Runde. Der Moderator war sehr nett und die anderen Gäste auch.

Ich konnte sogar einem Professor etwas beibringen: Bislang glaubte der Soziologe Paul Kellermann, dass Geld nicht glücklich machen kann – ich habe ihn vielleicht nicht direkt vom Gegenteil überzeugt, aber, wie er zugegeben hat, ins Nachdenken gebracht. Um es klar zu sagen: Mich hat Geld glücklich gemacht. Natürlich nicht das Geld an sich, sondern das, was es mir ermöglicht. Das sind keine großartigen materiellen Dinge, abgesehen vom eigenen, schuldenfreien Haus (übrigens ohne Swimmingpool oder Sauna – für viele ein Muss, aber so was brauchen mein Michi und ich nicht). Dieser Besitz bedeutet Sicherheit für mich, und damit geht man ganz eindeutig leichter und unbeschwerter durchs Leben. Jeden Tag genieße ich die Freiheit und Unabhängigkeit, die mir mein SKL-Gewinn beschert hat. Und die Zeit, die er mir schenkt. Wer hat denn schließlich heute noch genug Zeit für die Dinge, die er gerne tut?

Andererseits löst Geld keine Probleme. Das ist es auch, was ich meine, wenn ich sage: Wer vorher nicht glücklich war, wird es hinterher auch nicht sein. Der Charakter eines Menschen ändert sich nicht durch einen Millionengewinn. Was sich allerdings ändert, sind die Menschen um einen herum. Das Umfeld hat plötzlich höhere Ansprüche. Um das mal deutlich zu sagen: Gewinner müssen stark sein. Sie dürfen sich keinen Unsinn aufschwatzen lassen oder sich mit falschen Freunden umgeben.

Aber zurück zur Talkshow. Ein Gast hat mich da leider versetzt: Der grandiose Schauspieler Armin Rohde sollte dabei sein, musste aber absagen. Dabei hatte ich mich auf den richtig gefreut. Aber man kann ja nicht immer Glück haben …

Meinen Auftritt in Talkshow findet ihr übrigens hier.

Eure Vesna

 

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3 Kommentare zu “Wie ich einen Professor ins Grübeln brachte”

  1. Gabriele sagt:

    Ich fand den WestART-Talk interessant…..und ich kann es durchaus nachvollziehen, dass Geld eben doch glücklich macht. Ich weiß, was es heißt, jedes 50-Cent-Stück zweimal umzudrehen…
    Und wenn dann mal was klappt, und ein Auftraggeber zahlt: GLÜCKSGEFÜHLE PUR – und endlich Rechnungsstapel abtragen, Öl auffüllen etc.

    1. Angelika sagt:

      Hallo Gabriele, auch wir können es aus der Vergangenheit sehr gut nachvollziehen, was es heißt jeden Cent noch einmal umdrehen zu müssen. Außerdem hatten wir auch immer den Gedanken, dass bloß nichts kaputt gehen darf, wie z. B. die Waschmaschine usw. Aus diesem Grund ist es für uns auch heute noch ein unbeschreibliches Glücksgefühl, dass man nun sorgenfreier leben kann. Und deshalb bin auch ich der Meinung, dass Geld dazu betragen kann, dass man damit gücklicher ist. Viele Grüße Angelika

  2. Angelika sagt:

    Liebe Vesna, sehr gerne möchten wir dir hiermit noch ganz herzlich zu deinem gelungenen Liveauftritt in der WDR-Talkshow gratulieren. Das hast du wirklich wieder richtig gut gemacht. Viele Grüße Angelika (auch von Daniela und Ralf)

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