16
Dez
Weihnachten International: Kroatische vs. Deutsche Festtage
©Vesna Vekic

©Vesna Vekic

Das Jahr 2017 ist wieder wie im Flug vergangen, nur noch wenige Tage trennen uns vom großen Weihnachtsfest. Die Tage werden kühler, der erste Schnee ist gefallen und ich habe meine ersten Tassen Glühwein genossen – inzwischen fühle ich mich richtig vorweihnachtlich. In der besinnlichsten Zeit des Jahres lasse ich viel Revue passieren und denke an die Momente, für die ich ganz besonders dankbar bin. Meine Gedanken finden dabei auch häufig den Weg zurück zu meinen kroatischen Wurzeln. Zu den Erinnerungen, wie ich die Feiertage früher verbracht habe und wie sich das Weihnachtsfest seit meinem unglaublichen Millionengewinn bei der SKL-Lotterie verändert hat …

Jede Familie hat ja so ihre ganz eigenen Traditionen für die Festtage. Einige sind seit meiner Kindheit gleich geblieben: Schon früher war Weihnachten für mich das Fest der Familie. Besonders gerne erinnere ich mich zurück an das Schmücken des Weihnachtsbaumes gemeinsam mit meiner Mutter. Das war ein klares Zeichen, dass die Bescherung kurz bevor steht – denn geschmückt wurde im Hause Vekic immer erst am 24. Dezember. Wir haben sowohl früher als auch heute kein Fleisch vor dem Fest gegessen. Eines hat sich allerdings geändert: Früher gab es vor „Badnjak“ (kroatisch für Heiligabend) traditionell Kabeljau, ein typisch kroatisches Weihnachtsessen. Da das allerdings nie zu meinen kulinarischen Favoriten gehört hat, habe ich mich von dieser Tradition verabschiedet. Die Christmette, die ich früher mit meiner Mutter um Mitternacht besucht habe, war jedes Jahr ein außergewöhnliches Erlebnis: Der Gottesdienst war immer sehr prunkvoll und ritualisiert, vor allen Dingen in Kroatien als streng katholisches Land. Nicht nur die Schönheit der Kirche hat mich dabei fasziniert, sondern es hat mir auch immer wieder vor Augen geführt, dass dieser Abend ein ganz besonderer ist. Festlich eingestimmt ging es nach der Christmette wieder zurück zu uns nach Hause, wo mit vielen Verwandten getanzt, gesungen und gegessen wurde – oft bis in die frühen Morgenstunden. Zum Essen gab es Spanferkel, Krautwickel und als Nachtisch unendlich viele Sorten von Kuchen und Plätzchen. Früher wie heute schon eher nach meinem Geschmack!

Hier in Deutschland halten mein Mann Michi und ich an einigen neuen Traditionen fest. Seit dem 5-Millionen-Gewinn bei der SKL Millionen-Show stellen wir einen rund sechs Meter hohen Weihnachtsbaum im Hof unserer „Villa Medici“ auf. Der wird  – anders als bei Mama – schon vor Heiligabend geschmückt. Zur weihnachtlichen Einstimmung laden wir außerdem jedes Jahr am 1. Advent all unsere Freunde ein, um gemeinsam mit ihnen zu feiern. Dieses Jahr gab es, typisch bayrisch, um 11 Uhr Weißwürste. Im Anschluss feierten wir bei Punsch und Champagner bis 1 Uhr morgens – und den einen oder anderen Schnaps gab es auch. Denn wir haben uns ein kleines Spiel ausgedacht: Immer wenn jemand sagt, „Mei ist der Baum schön“, gibt es eine kleine Schnapsrunde für alle.

Heiligabend gehen mein Michi und ich eher gemütlich an und schlafen erst einmal in Ruhe aus. Wie früher bei Mama werden wir dieses Jahr fleischlos brunchen, um gestärkt zum Flughafen zu fahren,  wo wir Freunde zum Schlittschuhfahren zu treffen. Besonders freue ich mich auch darauf, mich im Anschluss gemeinsam mit Michi richtig schön festlich rauszuputzen. Wie die treuen BlogleserInnen wissen: Ich liebe es pompös und habe da auch schon ein schönes Glitzerkleid ins Auge gefasst. Damit geht’s dann zu Freunden, bei denen wir uns gemütlich um ein Feuer im Außenbereich setzen – auch da werden Punsch & Champagner nicht fehlen. Was das Menü angeht, habe ich dieses Jahr die Qual der Wahl, denn ich darf mir etwas aussuchen. Eine Entscheidung habe ich bisher noch nicht getroffen – da meine Freundin mich sehr gut kennt, weiß sie aber sowieso, was mir gut schmeckt. Nach dem Essen heißt es dann Ohren zuhalten – denn da werden wir beim Karaoke ein paar Lieder zum Besten geben. Da die Nacht wohl, wie früher in Kroatien, etwas länger werden könnte, lassen wir auch den 1. Weihnachtsfeiertag ganz entspannt angehen und haben uns für diesen Tag deshalb keine Pläne vorgenommen. Am 2. Weihnachtsfeiertag werden wir dann, sofern das Wetter und der Schnee zuhause mitspielen, Rodeln gehen. Ansonsten haben wir auch schon einen Plan B und fahren in das eine Autostunde entfernte Wintersportgebiet bei Bodenmais.

Ob kroatische oder deutsche Tradition – am meisten freue ich mich darauf, eine tolle Zeit mit meinen Liebsten zu verbringen.

Ich wünsche Euch allen ein frohes und besinnliches Fest!

 

Liebste Grüße,

Eure Vesna

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