22
Jun
Mein persönlicher Balanceakt zum Glück
Vesna Vekic_Glück

©GKL

Jeder kennt wohl diese eine Person, die es, unabhängig von äußeren Umständen, immer schafft, in allem etwas Positives zu sehen. Natürlich fällt es leicht, das Glück auf seiner Seite zu wägen, wenn einem ein so großer Gewinn widerfährt wie mir mein SKL-Millionengewinn vor 13 Jahren. Aber meine persönliche Grundeinstellung hat sich seitdem nicht geändert. Mein Glücksrezept habe ich schon mindestens sieben Jahre vor meinem Gewinn gefunden. Und das basiert auf folgender Hauptzutat: Balance – und die findet sich bei mir in allen Lebensbereichen.

Das was ich habe, weiß ich sehr zu schätzen. Und das ist vor allem dem Umstand zu verdanken, dass ich ebenso weiß, wie es ist, wenig zu haben. Als kroatisches Gastarbeiterkind wuchs ich mit meiner Familie in einem Ein-Zimmer-Apartment auf. Anfangs war es schwierig, aufgrund von Herkunft oder Sprache Anschluss in Deutschland zu finden – das waren keine rosigen Zeiten. Dennoch bin ich auf meine Vergangenheit sehr stolz, denn sie macht mich zu dem, was ich heute bin. Ich bin genügsam und nicht verschwenderisch, und weiß es sehr zu schätzen, wenn ich mir mal etwas gönne. Den Traum unserer Villa Medici, den wir uns nach dem großen Gewinn erfüllen konnten zum Beispiel – wüsste ich ihn genauso zu schätzen, wenn ich nicht auch die andere Seite kennen würde? Die Villa Medici steht immer noch in unserer alten Gemeinde. Viele Freunde aus der Zeit vor dem entscheidenden SKL-Event begleiten mich auch heute. Aber natürlich bringt auch etwas so Tolles wie ein Millionengewinn Schattenseiten mit sich. Ich habe gelernt, wer wirklich Freund und wer Feind ist. Doch auf lange Sicht sehe ich das Positive: So hat sich gezeigt, auf wen wirklich Verlass ist, und diese Lieblingsmenschen, wie ich sie nenne, schätze ich heute mehr denn je. Und der wahre Glücksgriff ist für mich sowieso mein Mann Michi.

Weiter zum Balanceakt des Lebens: „Work-Life-Balance“ – das ist die moderne Bezeichnung für das Konzept aus einem ausgewogenen Verhältnis zwischen dem Privatleben und Berufsleben. Das habe ich für mich gefunden. Mein Mann Michi ist aufgrund seiner Selbstständigkeit sehr eingespannt, weshalb wir es bis heute nicht geschafft haben eine gemeinsame Reise nach Sankt Petersburg zu unternehmen. Insgeheim finde ich es aber sogar schön, die Erfüllung eines großen Wunsches vor mir zu haben und davon zu träumen. Sich alles direkt zu erfüllen, muss nicht unbedingt immer das Größte sein – mit etwas Wartezeit weiß man es umso mehr zu schätzen.

Natürlich ist das ein Lernprozess – diese Erkenntnisse reifen meist erst durch das Alter. Mit 56 Jahren weiß ich, wer ich bin, wo ich herkomme und was mir gut tut. Ich mache mir keinen Stress mehr – auch nicht, was die 50+ betrifft. Mein Namenstag liegt wie mein Geburtstag im Monat März. Und da ein Name viel mehr über eine Person aussagt als das Alter,  habe ich beschlossen, einfach diesen Tag zu feiern. Mein Name kommt aus dem Urslawischen und bedeutet so viel wie „Jugend“ oder leicht variiert „Gottheit des Frühlings“ – schön, oder?

Zusammengefasst heißen die Zutaten meines Glücksrezeptes: viel Zeit mit geliebten Menschen zu verbringen; sich nicht über Dinge ärgern, die nicht zu ändern sind; sich etwas gönnen, aber nicht verschwenderisch sein. Genug der gut gemeinten Tipps: ich glaube, es gibt kein allgemeingültiges Glücksrezept, aber ich hoffe, meines kann Euch zu Eurem ganz persönlichen inspirieren.

 

Liebste Grüße,

Eure Vesna

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