17
Apr
Mein Gespür für die Million

SKL_Blog_Kulessa

Wenn man wirklich an etwas glaubt, kann man es auch schaffen. Ich habe daran geglaubt, dass ich die Million gewinnen kann. Mehr noch: Ich habe es sogar geahnt. Irgendwie wusste ich, dass ich es packen kann. Keine Ahnung, woher solche Gefühle kommen. Und man wagt es ja auch nicht, diesen zu trauen. Aber, um ehrlich zu sein, als es dann so weit war und der Moderator bei der SKL-Show meinen Namen sagte, da war ich nicht mal so sehr überrascht, ich habe einfach nur den Kopf geschüttelt und in mich hineingelächelt. Was ich allerdings nicht wusste, war, ob mich dieser Gewinn nicht doch umhauen würde – wobei mich ansonsten nichts so leicht umhaut. Wenn man lange im Bergwerk gearbeitet hat und für die Sprengungen dort verantwortlich war, unter anderem auch für die Ausbildung der Sprengmeister, dann lernt man schließlich eine gewisse Ruhe und Gelassenheit. Jetzt weiß ich: Nicht mal das große Glück in Form von einem Riesenhaufen Geld schafft es, mich aus der Ruhe zu bringen.

Wobei mir zuvor – ich gebe es gerne zu – schon ordentlich der Puls in die Höhe geschossen ist, als nur noch zwei Namen der insgesamt 20 Kandidaten übrig waren. Als dann meiner ganz oben auf dem Bildschirm stand, bin ich aber ganz schnell wieder ziemlich ruhig geworden. Manchmal überrascht man sich ja selbst. Zwischen Interviews und Fototerminen gleich nach der Show, habe ich ganz kurz meine Frau Peggy angerufen. Eigentlich wollte sie ja mit nach München kommen, doch dann ist unsere Tochter krank geworden und sie musste zu Hause in Gelsenkirchen auf die beiden Enkel aufpassen. Mein Anruf hat sie geweckt. Ich habe ihr nur gesagt, dass wir Millionäre sind, dann musste ich auch schon weiter. Die Arme konnte nicht mehr schlafen – ich in dieser Nacht übrigens auch nicht.

Es war schon ein außergewöhnlicher Abend – diesen 11. April werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Da ist nicht nur das viele Geld, da ist auch das ganze Drumherum. Man erlebt eine richtige Show, wie man sie sonst nur aus dem Fernsehen kennt – und darf einen Blick hinter die Kulissen werfen. Und zum Schluss steht man neben echten Stars, die einem herzlich gratulieren und sich mit einem freuen. Hans Sigl, der sympathische „Bergdoktor“, hat mir ebenso wie Moderator Steven Gätjen immer wieder auf die Schulter geklopft, Felix Neureuther hat mir ganz fest die Hand gedrückt, Sonja Zietlow und Christine Neubauer haben mich in den Arm genommen. Bis spät in die Nacht haben wir alle gefeiert, dann ging es zurück in ein tolles Hotel – das hat schon was. Für einen Abend jedenfalls.

Jetzt aber bin ich froh, wieder zu Hause zu sein. In aller Ruhe werde ich mir überlegen, was ich mit dem ganzen Geld anfangen werde. Wahrscheinlich erst mal nicht viel. Ich habe keine großen Ansprüche und Wunschträume, außer einer neuen Laube für den Schrebergarten. Ich bin glücklich in meinem Leben, das Wichtigste darin ist meine Familie – meine Frau, die beiden Töchter, die zwei süßen Enkel. Das ist etwas, das man für Geld nicht kaufen kann.

 

Euer Wilhelm

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1 Kommentare zu “Mein Gespür für die Million”

  1. Gabriele sagt:

    Lieber Wilhelm,

    Ihnen HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zu der Million!

    Ich freu mich mit Ihnen und Ihrer Familie,

    Gabriele

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