20
Nov
Herbsturlaub im Cabriolet
©Antonio Gravante

©Antonio Gravante

Im Sommer noch auf dem Yukon in Kanada gepaddelt, im Herbst schon im neuen Cabriolet auf dem Weg nach Italien. Die fleißigen Blogleser unter Euch wissen, dass ich vom Fernweh getrieben immer wieder spannende Abenteuer erlebe. So auch im September, als ich gemeinsam mit meiner Frau einen Road Trip von Hamburg über drei Städte bis in die Toskana unternommen habe.

Wir waren bereits mehrere Male im wundervollen Italien, doch der Anlass war in diesem Fall ein etwas Außergewöhnlicher: Im Februar haben wir uns ein VW Beatle Cabriolet gekauft. Wir waren sofort begeistert von dem orange-rot lackierten Modell mit der raffinierten Innenausstattung. Das Beste daran: Mit nur einem Knopfdruck lässt sich das Verdeck kinderleicht öffnen und schließen. Kaum hatten wir den Kaufvertrag unterzeichnet, stand auch schon fest: Dieses Auto ist wie geschaffen für Landstraßen und Sonnenschein, damit müssen wir unbedingt in die Toskana! Um die Reise zu den schönen toskanischen Weingütern so erlebnisreich wie möglich zu gestalten, haben wir uns dazu entschieden, an mehreren Etappen Halt zu machen: darunter Köln, Basel, Mailand und Florenz.

Wir sind in meiner geliebten Heimatstadt Hamburg gestartet: Mit vollbepackten Koffern – die ganz nebenbei perfekt auf die Rückbank und in den Kofferraum des Cabriolets passen – haben wir zuerst einen Abstecher in Köln gemacht und Freunde besucht. Mit dem Ziel der sommerlichen-warmen Toskana vor Augen, hat es uns nicht lange in der Rheinmetropole gehalten und wir sind kurze Zeit später direkt weitergefahren. Nächster Zwischenstopp: Basel. Dort angekommen, zeigte die Temperaturanzeige in unserem Cabriolet gut 30 Grad an. Kein Wunder also, dass ganz Basel auf den Beinen war, um nach einer Abkühlung zu suchen. Mehr als 100 Basler haben wir im Rhein schwimmen sehen – besonders lustig daran: Die Leute verpacken ihre Anziehsachen wasserdicht in Plastiktüten und lassen sich auf selbstgebauten Luftkissen kilometerweit den Fluss entlangtreiben! So muss man sich einerseits im Wasser nicht anstrengen, andererseits hat man immer trockene Kleidung parat, egal an welchem Platz man wieder „an Land“ geht. Das haben wir davor noch nie gesehen – ein Trick, den ich mir merken werde.

Zwei Tage haben wir in der wunderschönen Schweizer Stadt verbracht, bevor uns unsere Tour weiter nach Mailand führte. Hier haben wir die Altstadt besichtigt, leckerste Pizza, Pasta & Co. genossen und sind durch die Straßen gebummelt. Unser vorletzter Stopp hieß dann Florenz: eine Stadt, die so viel historischen und traditionellen Charme versprüht. Mein absolutes Highlight war die Tour auf einem Barchetto, einem kleinen traditionellen Boot, auf dem Fluss Arno. Eigentlich sind „normale“ Schiffe darauf nicht erlaubt, die Boote werden deswegen von mehreren Männern mit langen Holzstangen angestoßen. Mit dem Barchetto, einer Art Antwort auf die venezianischen Gondeln, sind wir so durch die unzähligen, atemberaubenden Brücken und vorbei an den wundervollen Sehenswürdigkeiten gelotst worden. Eine einmalige Erfahrung, die man sich in Florenz nicht entgehen lassen sollte. Nach den ersten zwei Tagen in der Toskana sind wir gute 80 Kilometer weiter nach Siena gefahren, um unseren ganz speziellen Herbsturlaub in der hügeligen Weingegend ausklingen zu lassen. Das Wetter war grandios – genauso wie die Weinverkostungen. Ich würde mich zwar nicht als Weinkenner, aber als echten Weinliebhaber bezeichnen. Die gemeinsame Zeit mit meiner Frau in Siena war der absolut krönende Abschluss unseres Road Trips.

Was ich aus dieser Zeit mitnehme? Erstens: Viele tolle Erlebnisse und auf jeden Fall den italienischen Sonnenschein, der mich hoffentlich über den kalten Deutschen Winter bringen wird. Und Zweitens, dass sich unser VW Beatle Cabriolet mehr als gelohnt hat und wir ganz bestimmt noch viele weitere Reisen mit offenem Verdeck genießen werden!

 

Sonnige Grüße

Euer Peter

 

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