17
Okt
1 Million Euro – und was kommt danach?
©GKL

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Die Welt stand einen Moment still – und ich im Konfettiregen, erstmal fassungslos. In diesem Augenblick, der nun über ein Jahr zurückliegt, wurde ich zur SKL-Millionärin gekürt. Der erste klare Gedanke, den ich nach all den Umarmungen und Glückwünschen fassen konnte, galt meinem verstorbenen Vater. Er hatte vor mehr als 50 Jahren mehrere SKL-Lose bei der Staatlichen Lotterie-Günther gekauft, leider ohne am Ende das gewisse Quäntchen Glück zu haben. An diesem Abend war er mein ganz persönlicher Glücksbringer und ich dachte mir: „Jetzt gewinne ich für meinen Vater!“ Glücklich war ich vorher schon, aber der Gewinn hat mein Leben deutlich einfacher gemacht.Ich musste mir keine Gedanken mehr über meine finanzielle Absicherung und die Vorsorge im Alter machen. Was das für mich bedeutet? Mehr Ruhe und Zeit. Ich habe meinen Arbeitsplatz gekündigt und habe seitdem umso mehr Stunden mit meinen Liebsten. Außerdem bauen wir unser Haus um, damit alle drei Generationen der Familie Schroeder unter einem Dach leben können. Mein Kredo: Das Geld vernünftig einsetzen, an die Zukunft denken und vor allem auf dem Teppich bleiben! Ob mir das schwerfällt? Keinesfalls. Mein persönliches Glücksrezept für den richtigen Umgang mit großen unerwarteten Geldsegen möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten:

1) Durchschnaufen statt Rausposaunen: Einige Tage wussten nur ich, meine Freundin Rosa und meine Hündin Emmy von dem Gewinn. Ich durfte ja nichts erzählen und habe selbst gegenüber meiner Familie dichtgehalten. Das war zwar hart, aber diese Zeit hat mir auch geholfen, mich erst einmal selbst mit der neuen Situation vertraut zu machen. Ich kann daher nur jedem empfehlen, sich Zeit für sich zu nehmen und nicht sofort Hausieren zu gehen. Das schafft nur Neider.

2) Sich selbst treu bleiben: In diesen paar Tagen der Geheimniskrämerei habe ich viel nachgedacht. Was soll sich verändern und was nicht? Ich wurde bescheiden erzogen und war noch nie der Freund von schnellen Autos oder teurem Essen. Mir ist das Altbewährte viel lieber als das Neue. Und mit dieser Erkenntnis war sehr schnell klar, dass auch 1 Million Euro nichts an meinem grundsätzlichen Leben ändern soll. Mein Tipp: Bleibt Euch selbst treu.

3) An die Zukunft denken: Ich bin 62, meine Mutter ist 92. Was für uns wirklich zählt ist Zeit. Für schöne gemeinsame Momente brauche ich keinen Urlaub, keine Villa und auch keinen Porsche. Bei meinen ersten Einkäufen mit dem Gewinn habe ich deshalb immer an den echten Nutzen und die Zukunft meiner Familie gedacht: Ein kleines Auto, um meine Enkel zum Fußballtraining zu fahren. Einen Hundetrainer für Emmy, damit die Spaziergänge ein bisschen entspannter werden. Und jetzt planen wir gerade den Bau eines ganz simplen Hauses, das altersgerecht auf die Bedürfnisse von mir und meiner Mutter angepasst wird.

4) Großzügig, nicht großkotzig: Protz war mir schon immer ein Dorn im Auge. Ich habe von einigen Millionären gelesen, die plötzlich in Saus und Braus lebten und dies auch gerne vor Bekannten, Verwandten oder Nachbarn zeigten. Das schafft nur Neider und zerstört im schlimmsten Fall tolle Freundschaften. Mein Kredo lautet: Großzügig statt großkotzig. Für meine Enkel gab es eine Playstation und für die Nachbarn und Freunde, die mir die Daumen gedrückt haben, ein tolles Sommerfest. Es gab nicht einen einzigen, der neidisch war oder gebettelt hat. Im Gegenteil.

Wie Ihr sehen könnt, ist es ganz einfach – wenn man sich selbst treu bleibt. Lasst Euch bei schwierigen Entscheidungen nicht verrückt machen und entscheidet so, wie Ihr es in der Vergangenheit auch immer getan habt. Dann kann eigentlich nichts schiefgehen … Viel Erfolg!

Voller Glück,

Eure Margit

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